Mottenbekämpfung
Kleidermotte (Tineola biselliella)
Aussehen:  Die erwachsene Kleidermotte ist gelblich-weiß und wird etwa 9 mm lang. Andere Mottenarten sehen sehr ähnlich aus: Die Pelzmotte (Tinea pellionella) wird bis zu 9 mm lang Die Fellmotte (Monopis rusticella) wird bis zu 8 mm lang
- Die Tapetenmotte (Trichophaga tapetzella) wird bis zu 17mm lang. Sie lebt lebt auf Fellen, geht aber nicht an Tapeten, wie der irreführende Namen vermuten läßt.
- Die Korkmotte (Tinea cloacella) wird bis zu 7mm lang. Die Larve lebt in Flaschenkorken und wird deshalb auch Korkwurm genannt.
Vorkommen und Lebensweise:
- die Art kommt ganzjährig weltweit vor
Entwicklung:
- Die Weibchen legen ihre bis zu 100 Eier einzeln an Stoffen ab.
- Es dauert etwa zwei Wochen, bis die Larven (Raupen) schlüpfen, die eine gelbliche Färbung aufweisen.
- Die ganze Entwicklung dauert bei genügender Luftfeuchtigkeit, ausrreichendem Futter und entsprechender Temperatur von etwa 25 Grad circa drei Monate.
- Die befallenen Gewebe sind mit sichtbaren Gespinströhren durchzogen - gerade diese Röhren erschweren eine effektive Bekämpfung dann sehr.
Schaden:
- Die befallenen Textilien und Stoffe werden völlig durchlöchert.
Erkrankungen:
Bekämpfung:
- Gelagerte Kleidungsstücke sollten regelmäßig kontrolliert werden und möglich kühl und trocken aufbewahrt.
- Kleidermotten mögen bestimmte Gerüche nicht, so daß sich Duftsäckchen empfehlen, die z.B. Lavendel oder Kampfer enthalten.
Getreidemotte (sitotroga cerealella) 
Aussehen:
- grau-gelblicher Falter mit 10-20 mm Flügelspannweite
- Fransensaum und schmutzig-lehmgelbe Vorder-u. Hinterflügel
Vorkommen und Lebensweise:
- weltweit verbreitet in feuchtem Getreidelagern, Hülsenfrüchten und Samen
- beeinträchtigen Geruch und Geschmack der befallenen Göter
Biologie:
- Eiablage in Gruppen bis zu 20 am Korn
- Eier sind weißlich bis rötlich, eiförmig, feine Längs-u. Querstreifen.
- Larven des 1. Stadiums sind ca. 1,0 mm lang und rötlich, die des Letzten bis zu 7 mm und gelblich
- es finden 4-5 Häutungen statt.
- Der gesamte Zyklus incl. Verpuppung findet im Korn statt.
- Überwinterung in unbeheizten Winterlagern ist in seltenen Fällen möglich, -17°C werden nur einen Tag ertragen
- Gesamtentwicklungsdauer bei 26-30 °C ca. 35 Tage
- die adulte Motte lebt 1-2 Wochen
Kornmotte (nemapogon spp.) 
Aussehen:
- graubrauner Falter mit 10-14 mm Flügelspannweite.
- Flügel sind weiß mit unregelmäßigen braunen bis schwarzen Flecken.
- Fransensaum an Vorder-u. Hinterflügeln
Vorkommen und Lebensweise:
- weltweit verbreitet in Getreide, Trockenobst, getrockneten Speisepilzen, Saatgut,
- aber auch an den Fruchtkörpern des Echten Hausschwamms, in Flaschenkorken, Tabakwaren,
Biologie:
- Eiablage einzeln im jeweiligen Substrat
- Larvenentwicklung 3-4 Monate.
- Im letzten Larvenstadium wandern die Larven aus dem Substrat ab und verpuppen sich gut versteckt in Ritzen
Bekämpfung:
- Befallsermittlung mittels Pheromonfallen, Inspektion eingelagerter Podukte, Falterflug
Mehlmotte (ephestia kuehniella) 
Aussehen:
- grauer Falter mit 20-25 mm Flügelspannweite
Vorkommen und Lebensweise:
- weltweit verbreitet in Möhlen, Bäckerein, Silos, Lebensmittelbetrieben und Haushalten
Schaden:
- durch Larvenfraß, Spinntätigkeit und Kotverunreinigungen vorwiegend in Getreide, Getreideprodukten, Mehl, Nüsse, Backwaren, Hülsenfrüchte,
- die permanente Spinntätigkeit der Larven führt vor allem in Mühlen zu Verklumpungen und Verstopfungen der Transportrohre
Biologie:
- Eiablage einzeln oder in kleinen Ketten
- Eier sind weiß, oval
- Larven des 1. Stadiums sind 1-1,5 mm lang, die des letzten 15-20 mm weißlich, grünlich oder rötlich
- Kopfkapsel und Nackenschild sind braun
- es finden 6 Häutungen statt.
- Verpuppung an der Nährsubstratoberfläche - kein Abwandern!
- Überwinterung in unbeheizten Winterlagern ist möglich, -10°C werden mehrere Tage ertragen
- Gesamtentwicklungsdauer bei 30°C 40-50 Tage, bei 20°C 60 Tage die adulte Motte lebt bis zu 2 Wochen
Bekämpfung:
- Befallsermittlung mittels Pheromonfallen, Inspektion eingelagerter Produkte, Falterflug
Speichermotte, Kakaomotte oder Tabakmotte (ephestia elutella) 
Aussehen:
- graubrauner Falter mit 15-20 mm Flügelspannweite.
- Vorderflügel graubraun mit wellenförmigen dunkel umsäumten Querbinden
- Hinterflügel hellgrau bis silbern
Vorkommen und Lebensweise:
- weltweit verbreitet in gemäßigten Klimazonen in Gtreidelagern, Süßwarenproduktion, Tabakindustrie
- ansonsten wir Dörrobstmotte
Biologie:
- Eiablage in Gruppen von 4-5 auf dem Substrat
- Eier sind gelblich, oval, rauhe Oberfläche
- Larven des 1. Stadiums sind ca. 1,2 mm lang, die des Letzten bis zu 15 mm weißlich, grünlich oder rötlich.
- Kopfkapsel und Nacken-, Afterschild sind braun.
- Es finden 5-6 Häutungen statt
- Verpuppung nicht im Nährsubstratoberfläche - wie bei der Dörrobstmotte.
- Überwinterung in unbeheizten Winterlagern ist möglich, -25°C werden mehrere Tage ertragen
- Gesamtentwicklungsdauer bei Raumtemperatur zwischen 42 und 95 Tagen
- die adulte Motte lebt im Sommer bis zu 2 Wochen, im Winter ca. 2-4 Wochen
Bekämpfung::
- Befallsermittlung mittels Pheromonfallen, Inspektion eingelagerter Podukte, Falterflug
Dörrobstmotte (plodia interpunctella) 
Aussehen:
- grau-brauner Falter,
Flügelspannweite 14-20 mm,
- auffällige Färbung der Vorderflügel (äußere Hälfte kupferrot mit brauer Bänderung, innere gelblich bis hellgrau)
Vorkommen und Lebensweise:
- weltweit verbreitet in Lagerhäusern, Silos u.a. Getreidespeichern, Möhlen, Lebensmittelbetrieben und Haushalten
- ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet
Schaden:
- Larvenfraß, Spinntätigkeit und Kotverunreinigungen
- vorwiegend in Trockenobst, Nössen, Mösli, Getreide, Getreideprodukten, Schokolade, Sämereien, Drogen
Biologie:
- Eiablage einzeln oder in Gruppen
- Eier sind weiß, 0,5 x 0,3 mm, oval, klebrig
- die Larven sind zuerst 1,5mm lang, zuletzt bis 19 mm, weißlich, grünlich oder rötlich
- Kopfkapsel und Nackenschild sind braun
- es finden 5-7 Häutungen statt
- zur Verpuppung wandern die Larven aus em Nährsubstrat ab und verpuppen sich gut versteckt in Ritzen
- mehrere Monate Diapause und Überwinterung
- Sie vertragen -10°C wird mehrere Tage.
- Die Gesamtentwicklungsdauer beträgt bei 30°C 30 Tage, bei 20°C 74 Tage. Die adulte Motte lebt 2-3 Wochen
Bekämpfung:
- Befallsermittlung mittels Pheromonfallen, Inspektion eingelagerter Podukte, Falterflug
Bekämpfung mit Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten 
Diese winzig kleinen Nützlinge spüren die Motteneier auf, machen sie unschädlich und verschwinden dann von ganz allein!
Weil nur die Eier bekämpft werden, muß der Einsatz ein Generationsintervall umfassen, deshalb sind 4 Lieferungen im Abstand von jeweils 14 Tagen direkt im Küchenschrank oder im Vorratsregal auszulegen (nur dort legen Motten ihre Eier ab!) Hinweis: Nicht kombiniert mit Insektiziden anwenden! Auch die Nützlinge würden dann abgetötet.
Sie erhalten einen Wertgutschein zum Abruf von 4 Lieferungen a 4 Nützlingskärtchen mit ausführlicher Information und einfacher Anwendungsbeschreibung.
Der MOTTCONTROL-Wertgutschein ist die zweckmäßigste Art, den Einzelhandel am Vertrieb der Nützlinge zu beteiligen, da die Nützlinge selbst nicht gelagert werden können und von unserem Vermehrungsbetrieb immer "frisch" versandt werden müssen. Er ist für den durchschnittlichen Privathaushalt konzipiert und kalkuliert.
Im gewerblichen Bereich sind die Bedingungen anders und sollten möglichst genau berücksichtigt werden.
Die Aufwandmenge richtet sich ausschließlich nach der Größe des mit Lebensmitteln gefüllten Raumes; zweckmäßigerweise nach der Länge der Lebensmittelregale.
Richtschnur ist 1 Nützlingskärtchen pro Lieferung für 1 lfdm. Lebensmittelregal (Wirkradius der Nützlinge 1m - aus diesem Grund macht es keinen Sinn, größere Kärtchen mit noch mehr Nützlingen einzussetzen, da die Tiere sich nicht gleichmäßig genug verteilen).
Beispiel: Sie haben vier Meter Regale (je zwei Meter hoch)
• zur Hälfte mit Lebensmitteln gefüllt = 4 Kärtchen
• vollständig mit Lebensmitteln gefüllt = 8 Kärtchen usw.
• In Lagerräumen: 1 bis 2 Kärtchen pro (Euro-)Palettenplatz (besser zuviel Kärtchen als eine effektive Bekämpfung gefährden.)
Um ein komplettes Generationsintervall der Motten abzudecken, erfolgen über einen Zeitraum von ca. zwei Monaten vier Lieferungen in 14tägigem Abstand (Mindestbestellung). Bei Geschäften mit viel Warenumschlag und großem Risiko von Lieferungen mit infizierter Ware sollte man während der ganzen warmen Jahreshälfte Nützlinge auslegen, also 4, 6 oder 8 Monate lang. Preise und weitere Einzelheiten erfahren Sie auf Anfrage gern !
Sie werden dann 4 mal im Abstand von 2 Wochen mit Schlupfwespen beliefert.
|